30 Organisationen, darunter die Lebenshilfe, setzen sich für faire, unabhängige und menschenwürdige ärztliche Begutachtungen ein. Ab 29. September 2026 kann die Petition auf dieser Internetseite unterschrieben werden: www.meinewürde.at
30 Organisationen, darunter die Lebenshilfe, setzen sich für faire, unabhängige und menschenwürdige ärztliche Begutachtungen ein. Ab 29. September 2026 kann die Petition auf dieser Internetseite unterschrieben werden: www.meinewürde.at
Was passiert, wenn ein Mensch Unterstützung braucht?
Oft muss er zuerst zu einer ärztlichen Begutachtung.
Dabei wird entschieden, ob und welche Unterstützung jemand bekommt – zum Beispiel Pflegegeld oder eine Pension.
Für viele Menschen ist diese Situation belastend.
Sie berichten, dass sie sich nicht verstanden, nicht ernst genommen oder nicht respektvoll behandelt fühlen.
Das wollen fast 30 Organisationen ändern.
Gemeinsam haben sie die Petition „Meine Würde. Nicht euer Misstrauen.“ gestartet.
Auch die Lebenshilfe unterstützt die Initiative.
Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder psychischen Erkrankungen sind oft auf Unterstützung angewiesen. Wenn eine Behinderung dauerhaft ist, sollte ein Mensch nicht immer wieder beweisen müssen, dass er diese Unterstützung braucht. Bei seltenen oder komplexen Erkrankungen braucht es außerdem Fachwissen. Die Organisationen fordern deshalb ein Begutachtungssystem, das fachlich kompetent, unabhängig, transparent und respektvoll ist.
Auch vorhandene Befunde und Berichte von Fachärzt*innen sollen stärker berücksichtigt werden.
Die Petition stellt fünf Forderungen in den Mittelpunkt:
1. Menschenwürde statt Misstrauen
Betroffene Menschen sollen respektvoll behandelt und ernst genommen werden.
2. Die richtige Fachperson für die richtige Diagnose
Menschen sollen von Fachpersonen begutachtet werden, die ihre Erkrankung oder Behinderung kennen.
3. Dauerhafte Behinderungen nicht immer wieder beweisen müssen
Wenn sich an einer Behinderung nichts ändert, soll nicht immer wieder eine neue Begutachtung notwendig sein.
4. Verständliche Entscheidungen
Betroffene sollen nachvollziehen können, warum ein Antrag abgelehnt wurde. Sie sollen ihr Gutachten erhalten und sich gegen Entscheidungen wehren können.
5. Unabhängige Begutachtungen
Die medizinische Begutachtung soll unabhängig und nachvollziehbar erfolgen.
Auf www.meinewürde.at berichten betroffene Menschen und Angehörige über ihre Erfahrungen.
Die Berichte zeigen: Eine Begutachtung kann für Menschen zu einer großen Belastung werden.
Philippe Narval, Generalsekretär der Lebenshilfe Österreich, sagt:
„Viele Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörige erleben ärztliche Begutachtungen als belastend.“
Auch Fachpersonen wie Brigitte Heller vom Verein Lichterkette und Andrea Papp, Fachärztin und Unterstützerin der Petition, setzen sich für Veränderungen ein.
Sie fordern mehr Respekt, Fachwissen und Unabhängigkeit bei Begutachtungen.
Die Petition kann auf dieser Internetseite ab 29. September 2026 online unterschrieben werden: „Meine Würde – Petition für faire, ärztliche Begutachtungen!“
Auf www.meinewürde.at finden sich außerdem Erfahrungsberichte von betroffenen Menschen und Angehörigen.
Gemeinsam für ein Begutachtungssystem, in dem Menschenwürde und Respekt selbstverständlich sind.