Menschen mit Behinderungen gestalten Krisenvorsorge mit
Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts war die aktive Beteiligung von Menschen mit Behinderungen. Kundinnen und Kunden der Lebenshilfe Wien entwickelten gemeinsam mit Expertinnen und Experten leicht verständliche Materialien und praxistaugliche Methoden für die Krisenvorsorge.
Ob Stromausfall, Hitze, Evakuierung oder Warnmeldungen – die Erfahrungen und Perspektiven der Teilnehmenden waren ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. So entstanden Materialien, die verständlich, alltagsnah und für viele Menschen hilfreich sind.
Das Mitsprache-Team war aktiv beteiligt
Auch das Mitsprache-Team der Lebenshilfe Wien arbeitete während des gesamten Projekts aktiv mit. Die Mitglieder brachten ihre Erfahrungen ein, testeten Inhalte und gaben wertvolle Rückmeldungen.
Robert Saugspier aus dem Mitsprache-Team beschreibt seine Erfahrungen so:
„Ich fühl mich jetzt gut vorbereitet auf verschiedene Situationen.“
„Wir haben viel gelernt.“
Diese Aussagen zeigen, wie wichtig es ist, Menschen mit Behinderungen von Anfang an in die Entwicklung von Maßnahmen zur Krisenvorsorge einzubeziehen.
Workshops zu wichtigen Krisenthemen
In den Workshops wurden unter anderem folgende Themen behandelt:
- Gefühle in Krisensituationen verstehen
- Mit Hitze und Stromausfällen umgehen
- Richtig auf Warnmeldungen reagieren
- Falsche und richtige Informationen erkennen
- Wissen, was bei einer Evakuierung zu tun ist
Die Workshops stärkten das Selbstvertrauen der Teilnehmenden und vermittelten praktisches Wissen für den Ernstfall.
Zum Abschluss entstand auch ein Video des Mitsprache-Teams der Lebenshilfe Wien (hier anzusehen).
Gemeinsam Krisen besser bewältigen
Das Projekt StärKa hat gezeigt: Gute Krisenvorsorge gelingt nur gemeinsam. Menschen mit Behinderungen sind Expertinnen und Experten in eigener Sache. Wenn sie aktiv mitgestalten, entstehen Lösungen, die verständlich, praxisnah und inklusiv sind.
Die Lebenshilfe Wien freut sich, Teil dieses wichtigen Projekts gewesen zu sein und gemeinsam mit allen Projektpartnerinnen und Projektpartnern einen Beitrag zu mehr Sicherheit, Teilhabe und Inklusion geleistet zu haben.
Materialien kostenlos testen
Das im Projekt entwickelte interaktive Methoden- und Materialienset wurde gemeinsam mit Menschen mit Lernschwierigkeiten und anderen Behinderungen erarbeitet. Es eignet sich für die Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen, kann analog oder digital genutzt werden und steht kostenlos online zur Verfügung.
Testphase: 2. Juli bis 31. Oktober 2026
Das Projektteam freut sich über Rückmeldungen, um die Materialien weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen und alle Materialien finden sich unter www.staerka.org.