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Trainingsstart für die Special Olympics Sommerspiele 2026 in Wien

Eine Frau in einem grünen Polohemd kegelt auf einer Bowlingbahn eine rote Kugel und konzentriert sich, während sie die Kugel die Bahn hinunterwirft.

Die Vorbereitungen haben begonnen: Unsere Trainings für die Nationalen Special Olympics Sommerspiele 2026 in Wien laufen bereits auf Hochtouren.

Lebenshilfe Wien bereitet sich intensiv auf das Sporthighlight vor

Die Lebenshilfe Wien wird mit 48 Sportler*innen in fünf Sportarten (Bowling, Boccia, Fußball, Tischtennis und MATP) sowie 27 Trainer*innen und Begleitpersonen teilnehmen.

Seit der Neugründung von Special Olympics Österreich im Jahr 1993 finden alle zwei Jahre Nationale Spiele statt – abwechselnd als Sommer- und Winterspiele.

Rund 1.500 Sportler*innen mit intellektueller Beeinträchtigung aus allen Bundesländern nehmen regelmäßig teil. Nach den erfolgreichen Winterspielen 2024 richtet sich der Fokus nun ganz auf Wien 2026. In insgesamt 19 Sportarten werden Medaillen vergeben – ein starkes Zeichen für Inklusion, Vielfalt und sportliche Leistungsbereitschaft.

Diese 19 Sportarten stehen 2026 bei den Spielen auf dem Programm:

Basketball, Boccia, Bowling, Fußball, Golf, Handball, Judo, Klettern, Leichtathletik, MATP (Motor Activity Training Program), Powerlifting, Radsport, Reiten/Voltigieren, Schwimmen, Stocksport, TanzSport, Tennis, Tischtennis und Volleyball.

Die Special Olympics stehen für Selbstvertrauen, Gemeinschaft und persönliche Entwicklung. Der Eid bringt es auf den Punkt: „Ich will gewinnen! Aber wenn ich nicht gewinnen kann, dann werde ich es mutig versuchen!“

Unsere Sportarten im Überblick

🎳 Bowling – Training in der Kugeltanzhalle

Eine Person, die ein grünes Hemd, eine schwarze Hose und orangefarbene Schuhe trägt, ist beim Bowling und hält eine blaue Bowlingkugel mitten im Schwung auf einer Bowlingbahn. Im Hintergrund sind andere Personen und Bowlingkugeln zu sehen.

Beim Bowling geht es darum, mit möglichst wenigen Würfen alle zehn Pins zu treffen. Ein „Strike“ oder „Spare“ bringt Extrapunkte.

In der Kugeltanzhalle, wo Technik, Konzentration und Wiederholung im Mittelpunkt stehen, rollen die Bällle zweimal pro Woche.

Ein besonderes Beispiel für sportliche Entwicklung ist Alfred Taschauer: Nach anfänglichem Zögern zählt er heute zu den stärksten Spielenden im Team.

⚪ Boccia – Training in Parks in Wien

Fünf Personen in Winterkleidung knien auf einem grünen Kunstrasenplatz und haben sich um eine blaue Tasche und ein rechteckiges Holzbrett auf dem Boden versammelt. Im Hintergrund sind ein Fußballtor und ein Zaun zu sehen.

Das Ziel ist, eigene Kugeln näher an den Pallino (kleine Zielkugel) zu platzieren als der Gegner.
Trainiert wird in Wiener Parks, wo Konzentration, Strategie und individuelle Förderung im Vordergrund stehen.

Trainerin Ulrike Kaiser: „Konzentration auf den Punkt! Vor allem das lernen unsere Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung beim Boccia.“

⚽ Fußball – Training im Soccerdome

Vier Männer spielen Hallenfußball auf einem Kunstrasen; einer in Grün kontrolliert den Ball in der Nähe einer Wand, während die anderen, die in sportlicher Freizeitkleidung gekleidet sind, sich zur Verteidigung oder zum Angriff bereit machen. Ein Fußballnetz und ein Ball sind zu sehen.

Im Fußball wird im Unified-Modus gespielt – Sportler*innen mit und ohne intellektuelle Beeinträchtigung stehen gemeinsam am Platz. Gespielt wird im Soccerdome, wo Teamgeist, Fairness und Zusammenhalt entscheidend sind.

Robin Chopra freut sich auf seine erste Teilnahme bei den Special Olympics. Sein Unified-Partner Jakob Planitzer betont: „Nicht alle wollen nur Tore schießen – genau das macht uns stark!“

🏓 Tischtennis – Training im Bewegungsraum Brehmstraße

Ein Mann mit Brille und T-Shirt lächelt, während er drinnen Tischtennis spielt und neben einer bunten Wandmalerei mit Fischmotiven steht.

Beim Tischtennis spielen zwei (Einzel) oder vier Personen (Doppel) mit Schlägern einen kleinen Ball über ein Netz auf einer Platte hin und her. Trainiert wird im Bewegungsraum Brehmstraße, wo Technik und Ausdauer kontinuierlich verbessert werden.

Ein tolles Beispiel ist Markus Stockinger. Er spielt noch nicht so lange Tischtennis, aber er merkt, wie er bei jedem Training besser wird. Besonders freut ihn, dass es verschiedene Spielvarianten gibt, das macht das Ganze spannend. Sein großes Ziel für die Special Olympics 2026: eine Medaille gewinnen.

♿ MATP – Training in der Volksschule

Eine Frau, die einen Rollator benutzt, navigiert um blaue und grüne Hütchen in einer Turnhalle, während ein Mann in der Nähe unterstützend gestikuliert und eine weitere Person hinter ihr steht.

Das Motor Activity Training Program (MATP) richtet sich an Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf.
Trainiert wird in der Volksschule in der Vorgartenstraße im 2. Bezirk, wo individuelle Bewegungsangebote wie Rollstuhl-Slalom oder Zielübungen Erfolgserlebnisse ermöglichen.

Silvia Moser sagt nach jedem Training stolz:

„Alleine hab ich’s gschafft!“

Warum die Special Olympics so bedeutend sind

Die Teilnahme bedeutet weit mehr als sportlichen Wettbewerb:

  • Sport stärkt Selbstvertrauen und Eigenständigkeit
  • Anstrengung führt zu sichtbaren Erfolgen
  • Emotionen – von Freude bis Enttäuschung – gehören dazu
  • Gemeinschaft motiviert nachhaltig

Die Nationalen Sommerspiele 2026 in Wien werden für rund 1.800 Sportler*innen, zahlreiche Trainer*innen und tausende Besucher*innen ein unvergessliches Erlebnis.
Weitere Informationen dazu unter: https://specialolympics.at/wien2026/

Eine Frau mit kurzen blonden Haaren und grünen Augen, die ein schwarz-weißes Oberteil und eine rechteckige Halskette mit Anhänger trägt, steht vor einer hellen Wand und schaut mit neutralem Blick direkt in die Kamera.

Nicht nur Spitzenleistungen sind das Ziel, allein das Dabeisein ist schon ein unglaublicher Gewinn für alle: Gemeinsam erleben die Sportler*innen Höhen und Tiefen, sie stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit von Publikum und Medien. Ein unvergessliches Gemeinschaftserlebnis.