Lebenshilfe Wien im Handball-Fieber

Ein Team der Lebenshilfe Wien führte gemeinsam mit Studierenden der FH CAMPUS 02 eine Umfrage unter BesucherInnen der Handball EM 2020 in der Wiener Stadthalle durch.

Während die österreichischen Handballer am Spielfeld ihr historisch bestes Ergebnis erreichten, unterstützten sieben Herren und eine Dame aus dem Kreis der Lebenshilfe in Wien unter den VeranstaltungsbesucherInnen eine Wertschöpfungsanalyse. Diese gab der österreichische Handballverbundbund bei der FH CAMPUS 02, der Fachhochschule für Wirtschaft in Graz, in Auftrag. In inklusiven Teams führten Menschen mit und ohne Behinderungen die Befragung dann mittels Fragebogen via Tablet oder Handy an den Sportstätten durch. Bei den Vorrundenspielen in Graz war ein Team der Lebenshilfe Trofaiach im Einsatz, in Wien KundInnen der Lebenshilfe Wien.

Kooperation auf Augenhöhe

„Für unsere Fachhochschule war die Zusammenarbeit mit den Organisationen der Lebenshilfe eine spannende Herausforderung, schließlich hatten wir keine Erfahrungswerte und wussten nicht was wir von dieser Kooperation erwarten können. Obwohl die Vorbereitung auf die Befragungen für die PädagogInnen und KlientInnen sicher einen erheblichen Mehraufwand dargestellt haben, hat man die Motivation bei jeder einzelnen Person gespürt. Auch für unserer Studierenden war die Arbeit zusammen mit Menschen mit Beeinträchtigungen eine bereichernde Erfahrung, sowohl in persönlicher als auch in beruflicher Hinsicht.“ Betont Christian Pfummerl, Projektcoach FH CAMPUS02.

Mit neuen Aufgaben wachsen

„Es war toll, dass wir bei diesem Projekt unterstützen konnten. Die Beteiligung an einer Meinungsumfrage war ganz eine neue Aufgabe für uns. Es braucht eine Reihe von Fähigkeiten dafür: zum Beispiel, dass man sich traut, auf Fremde zuzugehen und den Fragebogen abrufen kann. Die BesucherInnen haben unseren Kunden bereitwillig Auskunft gegeben, auch wenn es etwas länger gedauert hat. Wir sind stolz auf unser Team, das die Aufgabe wirklich gut gemeistert hat“, berichtet Joachim Mair, Geschäftsführer der Lebenshilfe Wien. Die sportlichen Erfolge der Österreicher und die gute Stimmung vor Ort haben natürlich auch zu neuen Handballfans in den eigenen Reihen geführt.

Manuela Essbüchl schwärmt von ihrem Auftrag in der Stadthalle: „Es hat mir sehr gut gefallen, es war sehr interessant. Am Anfang war ich ein bisschen nervös wegen den Leuten. Am Anfang ist es immer so. Dann war es sehr interessant mit den Studenten. Mit den Studenten sind wir in die große Halle gegangen. Wir haben die Besucher gefragt, womit sie gekommen sind, ob mit dem Auto, dem Zug oder dem Flugzeug. Wir haben sie gefragt, wieviel Geld sie ausgeben. Wir haben auch die Handballmatches angeschaut und die österreichische Mannschaft angefeuert. Es war sehr schön.“

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