Vor der

Liebe für Alle auf dem Platz der Menschenrechte

Ein Team der Lebenshilfe Wien aus der Tagesstruktur in der Dresdner Straße engagierte sich bei der Aktion der Islamischen Glaubensgemeinschaft und platzierte auf der „Wall of Solidarity“ Herzensbotschaften.

„Wir sind alle gleich!“

So lautete die Botschaft von Hans Schametz, die er Ende September auf eine große Wand am Platz der Menschenrechte in Wien-Neubau angeheftet hatte. Anlass dafür war die Presseaktion der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ), wo prominente Personen und VertreterInnen der IGGÖ Hassbotschaften an Muslime vortrugen. Diese menschenverachtenden Kommentare waren auf einer extra aufgestellten Wand zu sehen und konnten mit Solidaritätsbekundungen überklebt werden. Bereits am Ende des Tages war die Wand voll und von den schäbigen Aussagen nichts mehr zu lesen. Dass der Hass gegen Muslime leider etwas Alltägliches ist und oftmals unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit bleibt, daran soll auch ein Video der IGGÖ erinnern.

Brücken schlagen zwischen Menschen und Religionen

Zivildiener Taha Babadostu ist Social Media Beauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft und hatte KundInnen und fachliche Begleiter aus der Tagesstruktur in der Dresdner Straße auf das Thema „antimuslimischen Rassismus“ und die Aktion der IGGÖ aufmerksam gemacht.
„Obwohl es auch im Kreis der Lebenshilfe Wien Moslems gibt, ist vielen unter uns wenig bekannt über diese Glaubensrichtung bzw. Menschenverfolgung und Menschenrechtsverletzungen generell. Dank Taha ist das jetzt für einige unter uns anders“, informiert Christian Epp, der als fachlicher Begleiter der Lebenshilfe Wien arbeitet. Gemeinsam mit einem Team aus der Gartengruppe und der Mobilen Gruppe ging es somit am 30. September auf den Platz der Menschenrechte, um ein Zeichen zu setzen und für ein wertschätzendes Miteinander einzutreten. Es gab die Gelegenheit, VertreterInnen aus der Islamischen Glaubensgemeinschaft kennenzulernen, sich auszutauschen und daran mitzuwirken, dass unsere Welt und Gesellschaft eine respektvollere und friedlichere wird. Um noch mehr über den Islam und Muslime zu erfahren, hat sich das Team der Dresdner Straße auch einen Besuch einer Moschee vorgenommen.

Herzensangelegenheit

Anfeindungen und Vorurteile dieses Gefühl kennen auch einige im Kreis der Lebenshilfe Wien. Leider werden auch Menschen mit Behinderungen immer wieder aufgrund ihrer Beeinträchtigung beschimpft und benachteiligt. Umso stärker war das Mitgefühl mit den Mitgliedern der Islamischen Glaubensgemeinschaft. So war es auch für Frau Nehiba, die zwar nicht schreiben dafür aber umso besser zeichnen kann, ein großes Anliegen Solidarität zu bekunden. Sie malte ein Herz auf ihren Klebezettel und ließ ihren fachlichen Begleiter folgenden Text ergänzen: LIEBE FÜR ALLE!

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