Heide Tomacek blickt zufrieden zurück und freut sich jetzt auf ihre Pension!

Heide Tomacek geht in Pension!

Langjährige Kundin und Selbstvertreterin Heide Tomacek verabschiedet sich nach 42 Jahren Lebenshilfe Wien in ihren wohlverdienten Ruhestand. Das wurde im Kollegenkreis gebührend gefeiert.

Nach vier Jahrzehnten Lebenshilfe Wien tritt Selbstvertreterin Heide Tomacek ihre Pension an. Zum Abschied gab es eine Party, Abschiedsworte von KollegInen, ein Quiz und viel Wünsche für Heide für die kommenden Jahre. Ihr ehemaliger Kollege, Robert Saugspier, hat auf der Abschiedsfeier eine Rede gehalten und sich an die vielen gemeinsamen Jahre mit Heide zurück erinnert:

Heidi Tomacek war 42 Jahre bei der Lebenshilfe Wien.

Sie begann in der Rueppgasse im Kindergarten zu arbeiten. Sie ist dann mit dem Kindergarten in die Nauschgasse übersiedelt. Sie hat dort viele Aushilfsarbeiten gemacht. Später hat sie auch mit jungen Erwachsenen mit Lernschwierigkeiten Erfahrungen gesammelt.

1997 hat sie dann einen Platz in der Werkstatt 20 angenommen, wo sie in der Kochgruppe tätig war.

Das hat Heidi Tomacek bis 2007 gemacht. Sie war bei ihren Arbeitskollegen und Kolleginnen gut angesehen.

Danach ist Heidi Tomacek in die Exakt Gruppe der Werkstatt 15 gegangen. Sie hat ihr Wissen über Moderation und Öffentlichkeitsarbeit erweitert.

Heidi hat auch die Selbstvertretergruppe der Lebenshilfe Wien aufgebaut. Sie war mit einer Gruppe aus der Lebenshilfe Wien in Holland und hat vieles über Selbstvertretung erfahren. Sie sah dort, wie eine Selbstvertretergruppe aussehen könnte.

Als sie in Wien zurück war hat sie mit Herrn Trojer und mit dem damaligen Sozialarbeiter gesprochen, die es auch gut fanden, wenn es in der Lebenshilfe Wien eine Selbstvertretergruppe geben würde.

So wurde die Selbstvertretergruppe der Lebenshilfe Wien gegründet. Die erste Sitzung fand am 28. April 1999 statt.

Die Selbstvertretergruppe war für Frau Tomacek sehr wichtig. Am Anfang hat sie sich dafür eingesetzt, dass es Gruppenregeln gibt. Zuerst hat sie mit der Unterstützerin Susanne Feichtinger moderiert. Sie ist aber mit der Zeit immer stärker und mutiger geworden. Ohne sie ging fast nichts. Sie hatte die meisten Kontakte. Sie kannte auch viele Leute in der Politik und in der Soziallandschaft. Heidi Tomacek hat viele Aufgaben übernommen.

Zum Beispiel hat sie sich gemeinsam mit ihren Kollegen für einen Treppenlift in der Schönbrunnerstrasse eingesetzt. Sie hat sich dafür eingesetzt, dass nicht über den Kopf von Menschen mit Lernschwierigkeiten entschieden wird.

Sie ist zusammen mit einigen Leuten aus der Gruppe nach Kassel gefahren und hat sich dort mit Selbstvertretern ausgetauscht.

2005 hat die Selbstvertretergruppe der Lebenshilfe Wien einen eigenen Selbstvertreter Kongress organisiert. Heidi hat mit Andi Marek die Moderation für den Kongress gemacht.

Heidi ist auch oft im Parlament gewesen, damit es für Menschen mit Lernschwierigkeiten Verbesserungen gibt. Sie hat mit vielen PolitikerInnen gesprochen. Zum Beispiel hatte sie gute Beziehungen zum ehemaligen Behindertenanwalt Herrn Erwin Buchinger. Sie hat sich dafür eingesetzt dass er Klienten aus der Lebenshilfe Wien über das Erwachsenenschutz-Recht informiert.

Heidi hat auch an vielen Kongressen teilgenommen. Zum Beispiel hat sie an einigen Kongressen der Lebenshilfe Österreich teilgenommen und am Inclusion Europe Weltkongress in Berlin. Sie hat auch an Tagungen vom Netzwerk Selbstvertretung Österreich teilgenommen.

Heidi hat sich auch mit ihren Kollegen und Kolleginnen aus der Selbstvertretergruppe für ein erstes Austauschtreffen von Kollegen und Kolleginnen aus den Einrichtungen eingesetzt. Es wurden Wünsche und Anliegen gesammelt, die für die Leute wichtig waren. Es kam heraus, dass sie stärker mitreden wollten und sich Personen wünschten die sich für sie einsetzen sollten.

Heidi hat auch in vielen Arbeitsgruppen der Lebenshilfe Österreich mitgearbeitet und auch einige Workshops vorbereitet und moderiert.

Heidi hat außerdem in der Interessensvertretung der Stadt Wien für Menschen mit Behinderungen 10 Jahre lang mitgearbeitet und die Interessen von Menschen mit Lernschwierigkeiten vertreten.

Sie ist auch bei vielen anderen Anlässen öffentlich aufgetreten und hat sich für Menschen mit Behinderungen stark gemacht. Seit 2009 hat Heidi Tomacek auch im Vorstand der Lebenshilfe Wien mitgewirkt und hat die Ideen der Selbstvertretergruppe eingebracht.

Das waren aber nicht die einzigen Aufgaben von Frau Tomacek. Sie war auch beim Selbstvertreterbeirat der Lebenshilfe Österreich dabei. Dort sind aus allen Bundesländern, außer Burgenland, je zwei Klienten aus den Lebenshilfen vertreten. Es werden dort viele Anliegen für Menschen mit Behinderungen besprochen.

Seit 3. September 2012 war Heidi in der MiT-Gruppe tätig. Sie arbeite dort noch stärker für die Mitsprache ihrer Kollegen und Kolleginnen in der Lebenshilfe Wien.

Heidi hat sich dafür eingesetzt, dass es in der MiT- Gruppe Gruppenregeln gibt.

Mit Heidi Tomacek hat die MiT-Gruppe viel erreicht. Jetzt gibt es 6 Werkstatträte in der Lebenshilfe Wien. Heidi war Ansprechperson für den Werkstattrat der Werkstatt 20. Das heißt sie hat dem Werkstattrat in der Werkstatt 20 ihre langjährigen Erfahrungen zur Verfügung gestellt und ihm gute Ratschläge gegeben, wie er sich für seine Kollegen und Kolleginnen einsetzen kann.

Die letzten 1 ½ Jahre hat Heidi mit der Gruppe MiT einen Selbstvertreter Kongress für die Lebenshilfe Österreich organisiert und umgesetzt. Beim Kongress hat sie 3 Tage die Hauptmoderation vor ca. 120 Leuten übernommen.

Die Kollegen die mit ihr gemeinsam moderiert haben, konnten sich viel von ihr abschauen, da sie die Ruhe in Person war.

Heidi Tomacek war eine gute Kollegin und wir haben gerne mit ihr zusammen gearbeitet. Es ist eine schöne Zeit mit ihr gewesen.

Liebe Heidi!

Wir danken dir für deinen Einsatz und wünschen dir für deinen neuen Lebensabschnitt alles erdenklich Gute.

 

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