20 Jahre für sich selbst das Wort ergreifen

Am 11. November 2019 luden die Selbstvertreter der Lebenshilfe Wien zu ihrer 20-Jahr-Feier.

Mit Festgästen aus dem Verein, aktiven und ehemaligen Unterstützerinnen und dem Fonds Soziales Wien erinnerte man sich an erfolgreiche Projekte zurück und formulierte Zukunftswüsche.

336 Treffen liegen hinter der 20köpfigen Gruppe, die sich aus Menschen mit Behinderungen zusammensetzt. Im Konferenzraum der Lebenshilfe Wien in Wien-Simmering präsentierten Mitglieder des Teams die Meilensteine die letzten Jahre, führten kurze Interviews und ließen ihre Festsitzung mit kulinarischen Köstlichkeiten der hauseigenen Kochgruppe ausklingen.

Mitsprechen

Das Hauptanliegen der Arbeit war und ist der Auf- und Ausbau von Mitsprachemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen, sowohl innerhalb der Lebenshilfe Wien als auch in der Öffentlichkeit. Mitarbeiten und dranbleiben an Themen, die Menschen mit Behinderungen wichtig sind, zum Beispiel das Erwachsenschutzgesetz, Mobilität und Diskriminierung. Ganz wichtig dabei, die Vernetzung mit anderen Kollegen im Verein, in der Stadt und in den Bundesländern.

„Die Männer und die Frau der ersten Stunde“

Zwei Personen des Gründungsteams sind auch im Jahre 2019 noch aktiv, Robert Saugspier und Josef Hochmeister. Die dritte, Heide Tomacek, ist letztes Jahr in Pension gegangen. Schritt für Schritt ist aus der kleinen Gruppe und ihrer Arbeit mehr geworden. „Es ist ein Faden, der sich durch alles durchzieht, von Beginn bis jetzt“, antwortet Andreas Marek“, auf die Frage, was ihm besonders gefällt an seiner Mitarbeit bei den Selbstvertetern.

Aktuell beschäftigt sich die Gruppe mit dem Thema Diskriminierung. Bei der Antidiskriminierungstelle hat man sich erste Informationen geholt. Jetzt wird überlegt, wie die Selbstvertreter auch andere Kollegen in den Werkstätten und Wohngemeinschaften darüber informieren können.

Was den Selbstvertretern wichtig ist

„Zuhören“, sagt Silvia Zagler.  „Sich einsetzen für andere, Erfahrungen sammeln und vorallem andere Menschen verstehen, die sich schwerer tun im Leben“, berichtet Selina Simsek. Sie ist die „dienstjüngste“ Selbstvertreterin, seit sechs Monaten im Amt. Valjedt Manovi wünscht sich für die Zukunft mehr Interesse an dem Thema Selbstvertretung in der Kollegenschaft. „Wir sollen mehr Leute werden, alle miteinander gut auskommen und zusammenarbeiten“, betont er.

Mitsprache bei der Behindertenhilfe in Wien

Auch seitens der Stadt Wien wird das Thema Mitsprache forciert. Der Fonds Soziales Wien (FSW), unser Födergeber, wählt im Jahr 2020 erstmals einen Kundenrat, noch werden Kandidaten gesucht. Diese werden dann den FSW in Angelegenheiten der Behindertenarbeit beraten und dabei helfen, die bestehenden Angebote zu verbessern und weiterzuentwickeln. Auch die Lebenshilfe Wien ist mit zwei Anwärtern für dieses Amt ins Rennen gegangen.

Weitere Informationen

  • Die Chronik der Selbstvertreter der Lebenshilfe Wien ist hier nachzulesen.
  • Über die Arbeit der Gruppe MiT, dem Mitsprache-Team, kann man sich hier informieren.

 

 

 

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